Schmetterlingstage

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5. August 2011

Sonderseite Nr. 3


Die "Rote Liste"

So haben z.B. die z.T. krassen Unterschiede in der Bewertung der Gefährdung bei Sesien (Glasflüglern) und Psychiden (Sackträgern) aus unterschiedlichen Naturräumen kaum etwas mit der tatsächlichen Gefährdung zu tun. Sie spiegeln lediglich den derzeitigen Kenntnisstand wider und machen deutlich,
daß noch ein erheblicher Forschungsbedarf besteht.


Das ist sehr erfreulich zu erfahren. Allerdings scheint daraus folgende Prämisse abgeleitet zu sein:

Solange wir nicht ALLES wissen,
können und brauchen wir nichts unternehmen.

Was weiß man denn?

Weiterer Textauszug aus dem nächsten Absatz:

Situation der Schmetterlinge
in Nordrhein-Westfalen


Auch wenn häufiger Weißlinge und Brennesselfalter zu beobachten sind und der Laie meint, die Situation der Schmetterlinge habe sich gebessert, so ist doch leider
festzustellen, daß sich
die Ursachen der Gefährdung für die Schmetterlingsfauna, wie 1986 angegeben, noch verstärkt haben.


Eigentlich könnten wir an dieser Stelle einen Schnitt machen und Bilanz ziehen für 13 Jahre Umwelt-Politik:

Sie schuf Arbeitsplätze für Ignoranten, denen Schmetterlinge am A.... vorbei gehen - und vernichteten zwecks Dokumentation eines Dramas ein Kapital, das sinnvoll in die vernünftige Gestaltung der Natur investiert wäre.

Aber nein, wir beißen die Zähne zusammen und schauen mal wieder auf die "Rote Liste".


Hier heißt es weiter:

Die Intensivierungsmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft* wirken sich auf Schmetterlingspopulationen geradezu verheerend aus. So ist für Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahrzehnten

- ein großflächiger Verlust der Niederwaldwirtschaft eingetreten:
- reichhaltig strukturierte, artenreiche Waldmäntel, die einen Ersatz bilden könnten, fehlen dagegen weitgehend.
- Blüten- und artenreiche Wiesen wurden durch
artenarmes Grasland ersetzt.
- Zudem geben in den durch Grünlandwirtschaft

 geprägten Mittelgebirgen viele Landwirte ihren Beruf auf. Die freiwerdenden Grünlandflächen werden entweder von anderen Landwirten übernommen und dann intensiv bewirtschaftet oder sie werden aufgeforstet. Dadurch gehen auch heute noch feuchte Wiesentäler verloren.

- Die Intensivierung hat durch Schaffung großer,

 industriell bearbeiteter Ackerflächen vielfach zum Verlust der kleinbäuerlich geprägten, reichstrukturierten Landschaft geführt.
Viele Kleinbiotope sind dadurch verloren gegangen. Durch die starke Düngung auf Intensivflächen und die Abgase des gestiegenen Autoverkehrs wird soviel an Stickstoffverbindungen verweht, daß es wegen der Düngung aus der Luft

- kaum noch Magerbiotope gibt und großflächig eine

 Änderung der Artenzusammensetzung festgestellt werden kann (u.a. Förderung der Brennessel). Das weitverbreitete Mähen mit Mulcheffekt entlang von Wegen, Straßen, Gräben und Dämmen verstärkt diese Tendenz noch. Auch Flächenstillegungen, wenn sie nicht von Dauer sind, bringen keine Besserung in die Bilanz verlorengegangener Lebensräume, da das regelmäßige Mulchen und der Umbruch der Flächen nach wenigen Jahren
jede begonnene Entwicklung wieder vernichtet.
Zudem führt
falsch verstandener Naturschutz
zum Zuwachsen von Straßenrändern, zum Verbuschen von Bahndämmen, zur Rekultivierung von Kiesgruben, also generell zum
Verlust von ökologisch bedeutsamem Offenland.

Gefährdete Schmetterlingsarten sind bekannt - sie stehen auf der "Roten Liste".
Für NRW gibt es ein Dokument, das als PDF verfügbar ist. Link am Ende der Seite. Es gehört mit zum Gegenstand unserer Betrachtungen, wie es um unsere Schmetterlinge wirklich bestellt ist.

Beginnen wir mit einem Textauszug:


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Rote Liste
NRW - als PDF

* der größte Waldbesitzer in NRW
ist ...

RVR Ruhr Grün:
Kompetenz für Wald und Natur

RVR Ruhr Grün ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und betreut über 16.000 Hektar verbandseigener Freiflächen, davon 13.500 Wald. Damit ist der RVR der größte kommunale Waldbesitzer in Deutschland.

Erhalt und Pflege


Zu den wichtigsten Aufgaben von RVR Ruhr Grün gehört der Erhalt und die Pflege des Emscher Landschaftsparks, die Erschließung von Natur und Landschaft für die Erholungssuchenden durch den Bau und Unterhalt von Rad-, Wander- und Reitwegen sowie von Waldspielplätzen, Aussichtstürmen, Parkplätzen und Lehrpfaden.

Zahlreiche Informationsmöglichkeiten und Veranstaltungen u.a. zur Umweltbildung gehören ebenfalls dazu. Auch Erhalt und die Pflege von rund 60 Naturschutzgebieten hat der RVR übernommen.

Der RVR Ruhr Grün wurde 2001 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung des Regionalverbandes Ruhr gegründet.

Als Überleitung von der 2. Sonderseite erlauben wir uns hier aus dem Naturlexikon zu zitieren:

Leider ist der Schwalbenschwanz nicht mehr allzu häufig anzutreffen. Er gilt als gefährdet, aber nicht vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an seinen Ernährungsgewohnheiten. Der Schwalbenschwanz bzw. die Raupe ernähren sich vor allem von der wilden Möhre, Dill, Karottenkraut und anderen Doldenblütlern (Umbelliferen).
Auch dem häufigen Mähen von Wildwiesen
fallen viele Raupen und Eier zum Opfer.
(Zitatende)


Der Pleitegeier kreist über der Republik,
und es wird gemäht,
koste es, was es wolle.


Ist es nicht sowieso egal?

 Ein Mann traf ein kleines Mädchen, das am Strand auf und ab lief. D...

Fazit:
Eine staatliche Abteilung sorgt für exzessiven biologischen Raubbau zum Schaden aller;
die andere Abteilung dokumentiert es, begleitet das wachsende Elend der Tiere (UND Menschen) mit Recherchen über das Elend und einem Tabellenwerk, das das Papier nicht wert ist.

Dass Kinder nicht "aufgeklärt", informiert, biologisch und vernünftig gebildet werden, ist nur eine folgerichtige Maßnahme:
Wahnsinn wird nur von "unwissenden" Menschen toleriert, akzeptiert oder gar unterstützt.

Unsere Fotos entstanden am 4. August

Zwei Seiten einer "Medaille"




















Ein Hagener Bürger schrieb zum Thema: RVR im Wald
Höhere Erlöse aus dem Forst können sich nur ergeben, wenn mehr Bäume gefällt werden.
Einsparungen durch optimierte Waldbewirtschaftung, wie es z. B. der RVR macht, können tatsächlich entstehen.
Hier sollte den Hagenern aber auch gesagt werden, wie so etwas dann aussieht.
Zum Beispiel:
- keine Wanderwege im Wald, alle Wege im Wald nur gemäß Forstwirtschaft;
- nach der Wirtschaftlichkeit eingerichtet und erhalten; - Holzeinschlag und Pflanzungen durch Fremdfirmen;
- Anbau von Holzarten, die von der Landesregierung gefördert werden;
- keine Radwege im Wald;
- Aufgabe der Aufklärung der Schulkinder über die Natur und den Wald;
- die Verpachtung des Jagdrechtes.

Erwähnen muss ich, dass das rücksichtslose Mähen von Wildwiesen nur die Spitze eines gewaltigen "...
Wir kennen das
"Blendax-Syndrom"
Je fauler die Wurzel, je weißer wird der Zahn geputzt - wo tatsä...

Linke Straßenseite: Kinder am Harpener Biotop

Rechte Straßenseite: Zerstörung von Lebensraum


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