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28. Mai 2011

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Mit dieser Seite grüßen wir herzlich
Diana Goertzen vom NABU Lütgendortmund.


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Um 12 Uhr war ich am Ortsteich. Die Wathose war Zuhause geblieben, des Wetters wegen, das sich windig und kalt zeigte. Für Susanne, die mit Sorge das Brüten beobachtet hatte, fotografierte ich die kleinen Teichrallen.




















An den Werner Teichen hielt ich kurz bei den Hauhechel- Bläulingen und entdeckte eine Dame, die es sich auf einer Blüte gut gehen ließ.

Auch eine Braune Tageule ließ sich fotografieren.

Dann klingelte das Handy, Susanne, die einen Ausflug in den Recierpark Wischlingen machen wollte. "Kommst du mit?" Keine Frage, und ich machte mich langsam auf den Rückweg. Am Harpener Bach, der entlang der Werner Teiche fließt, sah ich vor mir einen Blaupfeil- Männchen, und links auf der Weide ein paar Stare picken.

Revierpark Wischlingen. Ehrlich gesagt hatte ich mir Nullkommanix von diesem Besuch versprochen; das Wetter war für die Flieger einfach zu schlecht. Nun, schauen wir mal, was sich an diesem ungemütlichen Nachmittag ergab.

Mir blieb es vorbehalten, für das Drama des Tages zu sorgen. Wir waren kaum auf dem Gelände angekommen, als ich in einem Liliendickicht an einem Lilienblatt eine kleine Exuvie sah - und riß die Blattspitze ab, um Susanne den Fund zu zeigen. Die schaute nur ganz kurz und sagte: "Da hängt ja auch die geschlüpfte Libelle dran". Mannomann, was jetzt? Ich ging erst mal aus dem Wind hin zu einem Buschwerk, suchte nach einer Lösung und sah einen Baumstamm mit Borke, unter der ich das Blatt fest klemmte. Gerettet!

Das ist die Exuvie, die Larvenhaut.

Und dieser grüne Tropfen klebte an einem Flügel. Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat.

 Realität ist: Wir finden Exuvien, wir finden frisch und nun ganz frisch geschlüpfte Libellen. Eigentlich folgerichtig, wenn wir nun bald mal einen Schlüpfvorgang beobachten dürfen.

Ein paar Meter weiter, mitten zwischen den Anglern und ihren Ruten, sah ich ein frisch geschlüpftes Blaupfeil-Weibchen - eine prächtige Libelle.

Libellen fliegen gleich nach dem Schlüpfen an einen Ort, wo sie aushärten können, meist auf eine Wiese. Eine solche fand ich, nicht weit vom Ufer entfernt, und machte mich auf die Suche. Volltreffer!

Die Libelle links ist schon leicht blau gefärbt - wahrscheinlich eine Azurjungfer.

Andere Tiere fanden wir natürlich auch.

Zurück von der Wiese, winkte mir Susanne zu. "Willst du auch die Mosaikjungfer fotografieren?" Ende Mai schon eine Mosaikjungfer? Egal, ich pirschte mich vorsichtig an die Dame heran und schraubte die Nahlinse drauf. Aber die drei folgenden Bilder machte Susanne.

Warum ich so sicher "Dame" zu dieser Libelle sagte, wird deutlich am Ende des Hinterleibs. Dort, wo die Männchen ihr Greifzange haben, hat diese Libelle einen Legebohrer für die Eiablage.

So geht das manchmal, wenn man keine Hoffnung hat - so wie es andererseits auch geht, wenn man voller Hoffnung ist, und nichts geschieht. Ich glaube, je weniger man seine Wege von bestimmten Ideen fixieren läßt, desto mehr Möglichkeiten breiten sich vor einem aus, um:
Glücklich zu sein.


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