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Grauh├Ârnchen

Schon oft versuchten wir ein Eichh├Ârnchen zu fotografieren, jedoch nicht sehr erfolgreich,
denn Eichh├Ârnchen sind f├╝r gew├Âhnlich
sehr scheu und sehr flink.
Nun traf ich in einem Park in London diesen zutraulichen, putzigen Kerl, der aber gar kein Eichh├Ârnchen, sondern ein Grauh├Ârnchen ist.

Am Beispiel der Grauh├Ârnchen kann man einiges dar├╝ber lernen, was geschieht, wenn wir Menschen in die Natur eingreifen. Grauh├Ârnchen leben eigentlich in Nordamerika und wurden von Menschen nach England gebracht.
Dort f├╝hlten sich die H├Ârnchen sehr wohl und vermehrten sich rasch. Nun stellte sich aber heraus,
dass dieses H├Ârnchen mit dem eigentlich in Europa lebenden Eichh├Ârnchen nicht in einem Lebensraum zusammen existieren kann. Weil es st├Ąrker und robuster und gegen manche Krankheiten unempfindlich ist, verdr├Ąngt es das heimischen H├Ârnchen und irgendwann wird es dann wohl keine Eichh├Ârnchen in England mehr geben.
Das sagen die Tierforscher.



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Grauh├Ârnchen


Wenn so etwas geschieht, dann sehen die Menschen pl├Âtzlich ein, dass sie einen Fehler gemacht haben - und um diesen wieder auszub├╝geln, denken sie sich Methoden aus, wie sie das von ihnen selbst hierher gebrachte Tier wieder loswerden k├Ânnen. Jetzt ist es in England erlaubt, die Grauh├Ârnchen
zu jagen und zu essen.
Die Grauh├Ârnchen sind aber ganz und gar unschuldig am Aussterben unserer Eichh├Ârnchen. Aus eigener Kraft und eigenem Willen w├Ąren sie niemals nach Europa gekommen. Und nun m├╝ssen Tiere leiden, weil einige Menschen nicht gen├╝gend dar├╝ber nachgedacht haben, dass ihr Handeln nicht ohne Folgen bleibt.


Grauh├Ârnchen sind Allesfresser. Sie m├Âgen so wie unsere Eichh├Ârnchen gern N├╝sse, aber sie fressen auch Samen, Knospen, Insekten, Fr├Âsche, manchmal auch Vogeleier oder kleine V├Âgel.

F├╝r den Winter legen sich Grauh├Ârnchen Verstecke mit Nahrung an. Auf dem Bild unten sieht man, wie das H├Ârnchen eine Nuss vergr├Ąbt. Wenn es dann im Winter hungrig ist, wird es mit seiner feinen Nase das Versteck aufsp├╝ren und so kann es den Winter ├╝berstehen. Aus Eicheln und N├╝ssen, die es nicht findet, kann ein neuer Baum wachsen. Und wenn dieser Baum irgendwann Fr├╝chte tr├Ągt, ist f├╝r die Zukunft auch wieder f├╝r genug Essen gesorgt.

Grauh├Ârnchen bauen sich auch eine Wohnung hoch oben in den ├ästen der B├Ąume. Dort finden sie Schutz vor K├Ąlte und Regen, und dort schlafen sie auch. Diese Wohnung nennt man Kobel.
In dem Kobel machen es sich die H├Ârnchen mit weichem Moos, trockenem Gras und Federn so richtig gem├╝tlich.

Dort kommen auch die Jungen zur Welt. Die Mutter bekommt bis zu sieben Kinder auf einmal, die sie allein versorgen muss. Die Kleinen sind zuerst nackt und blind und m├╝ssen oft bei der Mutter Milch trinken. Sie wachsen schnell heran. Schon nach zwei bis drei Monaten m├╝ssen die Jungen ihr eigenes Nest bauen und f├╝r sich selbst sorgen.

Wer noch mehr ├╝ber die verschiedenen H├Ârnchen und die Situation in Deutschland erfahren m├Âchte, sollte mal auf diese Seite schauen:

Eichh├Ârnchen-Notruf


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